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Die
neue Jesuitenkirche mit ihren ersten fünf Altären wurde
am 28. Mai 1656 vom Zagreber Bischof eingeweiht. Nachdem
die Kirche im Jahr 1787 säkularisiert wurde, wurde sie
am 1. Mai 1797 vom Pfarrer aus Vinica und dem Kanonikus
aus Èazma Ivan Ivanoviæ wieder für den Gottesdienst
gesegnet
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Die
Kirche der Mariahimmelfahrt mit ungefähr zehn anderen
Kirchen und Kapellen hat der Stadt Varaždin schon im
19. Jahrhundert den Namen „das kleine Rom" gebracht
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Der
Dom hat mehrere Gräber, in die seit dem 19. Jahrhundert
niemand begraben wird. Vor dem Hauptaltar befindet sich
das Grab in dem die Jesuiten begraben wurden und alle
Seitenkapellen haben ihre Gräber. Die Krypta der adeligen
Familie Draškoviæ befindet sich in der Kapelle der Gottesmutter
aus Loretto, links vom Haupteingang
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Für
die letzte fachliche und gründliche Renovierung (zwischen
1982 und 1995) unter der Leitung des restauratorischen
Institutes Kroatiens, ist dem Msgr. Alojzije Domisloviæ,
dem Kanonikus Lektor des Kapitels von Èazma und Varaždin
besonders zu danken
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Zwischen
1988 und 1998 wurde eine neue Orgel, die fünfte in der
Reihe, gebaut, deren Qualität bei den bekannten Barockabenden
in Varaždin besonders zum Ausdruck kommt
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Zuerst
Jesuiten- (1642-1773), dann Paulaner- (1776-1786),
Gymnasiums- (1797-1945) und Kapitelskirche (1954-1997),
wurde die Kirche der Mariahimmelfahrt am 5. Juli 1997
zum Dom der neugegründeten Diözese von Varaždin
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Der heutige
Dom in Varaždin, eines der wichtigsten frühbarocken Sakralgebäude
im nördlichen Kroatien, wurde zwischen 1642 und 1646 von den
Jesuiten erbaut. Dieser Orden war für die Erneuerung der katholischen
Kirche im 16. und 17. Jahrhundert sehr wichtig. Die Jesuiten
sind im Jahr 1632 nach Varaždin gekommen, wo sie 1636 ein
Gymnasium eröffnet haben. Als Architekt und Bauleiter wird
der Jesuit Juraj Matota erwähnt. Graf Gašpar Draškoviæ hat
den Bau finanziert. Es handelt sich um eine einschiffige frühbarocke
Kirche mit sechs Seitenkapellen, über denen sich zwei Galerien
befinden.

Der
Hauptaltar aus 1737
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Die im
Jahr 1656 fertig gestellte und eingerichtete Sakristei hat
durch den Umbau von 1726 ihre endgültige Form bekommen. Der
im Jahr 1676 gefertigte Glockenturm war mit seinen Pfeilern
in den Wandecken eine Neuerung, die erst im 18. Jahrhundert
größere Verbreitung fand. Das Portal ist stilistisch das modernste
in Kroatien des 17. Jahrhunderts. Die Dreiviertelhalbsäulen
tragen an den hohen Stützpunkten den Giebel, der sich gegenüber
der ornamentierten Nische öffnet, wo sich auf dem Postament
die Statue der Jungfrau Maria befindet. Zu ihren Füssen sehen
wir an einem Balken, mit Eisenhaken befestigt, das Wappen
der Familie Draškoviæ, die nach dem Grafen Gašpar der Hauptmäzen
der Kirche war.
Das Gebäude
stellt in Varaždin architektonisch und städtebaulich ein erstklassiges
und hochwertiges Frühbarockprojekt dar. Daneben finden wir
das zwischen 1679 und 1691 gebaute Kollegiumsgebäude, heute
der Sitz der Fakultät für Organisation und Informatik, und
das Gebäude des ehemaligen Gymnasiums, heute das Ordinariat
der Diözese Varaždin.
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| Im
Gegensatz zur reservierten und erhabenen Einfachheit der Aussengestaltung
des Domes, ist die innere Gestaltung der Kirche durch ihre Pracht
ausgeprägt. Der Hauptaltar, chronologisch dritter in der Reihe,
wurde im Jahr 1737 fertig gestellt. Mit seiner Monumentalität
füllt er die Breite und Höhe des Altarraums. Auf dem hohen und
massiven Postament erhebt sich das zweistöckige Altarbild. Im
unteren Stock nimmt das Altarbild der Himmelfahrt Marias, in
der Komposition durch gleichnamige Motive von Rubens, Tizian
und Reni inspiriert, den zentralen Platz ein. Links und rechts
vom Altarbild, zwischen den Säulen, befinden sich die Statuen
der Apostel Petrus und Paulus, des Jesuitengründers Ignatius
von Loyola und der Heiligen Franz von Xaver, Johann Nepomuk
und Donatus. Im oberen Stock teilt das Zentralbild der heiligen
Joachim und Anna mit den Statuen der vier Evangelisten die Szene
der Verkündigung - die Jungfrau Maria an einer Seite, der Erzengel
Gabriel an der anderen. Zwei schwebende Engel richten ihren
Blick auf die Heilige Dreifaltigkeit an der Spitze des Altarbildes.
Die Altarmensa enthält den Tabernakel mit den gravierten Ornamenten.
Mit seinen Kleinsäulen und dem Säulengebälk wiederholt er das
Hauptmotiv des Altarbildes. |
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Das
Dachbild in der Sakristei
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Alle
sechs Seitenkapellen hatten früher ihre eigenen Altäre. Heute
sind nur drei erhalten geblieben. Die Altäre der Heiligen
wie Franz von Xaver und Ignatius von Loyola in den ersten
Kapellen rechts und links vom Altarraum, gebaut 1742 und 1743,
sind identisch in Bezug auf die architektonische Konstruktion
und Ornamente, und als sich ergänzend gedacht und ausgeführt.
Auf Kosten des Bischofs von Eger (in Ungarn), Grafen Gabriel
Erdödy, wurde die Kapelle des Heiligen Franz von Xaver im
Jahr 1710 mit der reichen Stuckarbeit geziert, in der Reliefs
mit Szenen aus dem Leben des Heiligen dargestellt sind. Der
Autor ist wahrscheinlich Antun Josip Quadri. Die „Bruderschaft
der Passion und des Todes Christi oder guten Todes" hat
sich um die Kapelle und den Altar des Heiligen Kreuzes gekümmert.
Die Kapelle wurde mit der vergoldeten Stuckarbeit und Rokokomotiven
geziert und 1764 mit dem Eisenzaun abgetrennt. Der Altar,
der als eines der besten Rokokokunstwerke im nördlichen Teil
Kroatiens angesehen wird, wurde etwas früher gebaut, wahrscheinlich
im Jahr 1762. Auf gelungene Weise wurde in den Altar das vorherige,
mit dem Glas geschützte Altarbild der Kreuzigung integriert.
In den anderen Seitenkapellen befinden sich mehrere Bilder,
teilweise in Originalrahmen, die zumeist aus dem 17. Jahrhundert
stammen. Einige von ihnen befanden sich vormals wahrscheinlich
an alten Altären. Blaž Grueber aus Varaždin hat im Jahr 1727
die Sakristei mit den Dach- und Wandbildern verziert. Sie
sind die Erstlinge der barocken illusionistischen Malerei
im nördlichen Kroatien.
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Der
Altar des Heiligen I. von Loyola
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| Von
der Kanzel, bestellt in Graz 1761, gibt es heute nur noch den
unteren Teil im Rokokostil, mit einem Relief vom Sturm auf dem
See. Der durch einen Brand 1776 zerstörte Baldachin wurde im
19. Jahrhundert durch eine klassizistische Konstruktion ersetzt. |
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Engel
oberhalb des Hauptaltars
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Die
im Jahr 1649 erste eingebaute Orgel ist 1665 verbrannt. Man
hat später eine neue Orgel angeschafft, die im Jahr 1747 wiederum
durch eine neue ersetzt wurde, vom Orgelbaumeister Josip Papa
jr. in Varaždin gebaut. Nachdem diese abgenutzt war, wurde von
J. Brandl aus Maribor eine neue bestellt, wobei alte Schränke
und das Positiv, das als Verzierung gedient hatte, geblieben
sind. Zwischen 1988 und 1998 hat der Orgelbaumeister Wolfgang
Braun aus Deutschland die heutige Orgel gebaut, die 54 tönende
Register und eine grosse Auswahl freier Kombinationen und Verbindungen
hat. Im neuen dreiteiligen Prospekt findet sich noch immer der
alte Zentralschrank aus dem 18. Jahrhundert. |
| Nach
der Aufhebung des Jesuitenordens im Jahr 1773 wurde die Kirche
1776 von den Paulanern übernommen, die 1777 eine neue Fassade
mit dem Relief der Heiligen Dreifaltigkeit anbringen ließen.
Nach ihrer Aufhebung im Jahr 1786 wurde die Kirche säkularisiert
und ist 1788 ein Silo fürs Militär. Im Jahr 1797 wurde sie wieder
für den gottesdienstlichen Gebrauch neu konsekriert, dem Gymnasium
zur Nutzung überlassen und von den Priestern und Religionslehrern
des Gymnasiums geleitet. |
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| Das
Kapitel in Èazma, das noch 1810/11 nach Varaždin umgezogen ist,
hat sie im Jahr 1954 als seine Kapitelkirche bekommen. Durch
den päpstlichen Erlass des Johannes Paul II., Clarorum sanctorum
vom 5. Juli 1997, wurde sie zum Dom der neugegründeten Diözese
Varaždin bestimmt. |
| Die
Kirche wurde durch die Brände von 1650, 1665, 1776 und 1818
leichter oder schwerer geschädigt und 1653, 1671, 1698, 1756,
1777, 1818, 1875, 1900, 1937 jeweils restauriert. Zwischen 1982
und 1995 wurde die Kirche außen und innen gründlich und fachlich
renoviert. Neben dem restauratorischem Institut Kroatiens, das
die Arbeiten ausgeführt hat, ist für dieses Projekt dem Msgr.
Alojzije Domisloviæ, Kanonikus Lektor der damaligen Kapitelkirche,
der Stadt Varaždin und dem Kulturministerium besonders zu danken. |
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Der
Altar des Heiligen Franz Xaver
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Der
Altar des Heiligen Kreuzes
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Der
Dom hat im Jahr 1998 von der Kolpingfamilie der Erzdiözese Padernborn
einen neuen Zelebrationsaltar, zwei Ambos und einen Kerzenleuchter
für die Osterkerze geschenkt bekommen, die im Stil grossen Altars
aus einem zweihundert Jahre alten Eichholz aus Westfalen von
Johannes Roebbecke erstellt wurden. |
| Für
das fünfjährige Jubiläum der Diözese im Jahr 2002 wurde eine
neue Bronzentür bestellt, die vom Professor Hrvoje Ljubiæ gegossen
wurde. Im Tympanon befindet sich das Relief der Himmelfahrt
Marias, Königin der Erde und des Himmels. Ihr zur linken und
rechten sieht man Schutzheilige der Diözese, den seligen Alojzije
Stepinac und den heiligen Marko Križevèanin. In den vier Kassetten
des oberen Teils der Türflügel befinden sich Reliefszenen aus
dem Leben Marias. In den vier unteren Kassetten die Bilder der
Marienkirchen in Lepoglava, Moèile und Sveti Juraj na Bregu,
sowie der Wallfahrtsort vom Heiligsten Blut Christi in Ludbreg.
Die Kassette wird durch die lateinische Schrift des Tympanons
an der Tür geteilt: Diözese von Varaždin, gegründet am 5.
Juli 1997. Die oberen Kassetten sind von den unteren durch
Handgriffe in der Form griechischer Kreuze getrennt, in denen
sich die Wappen von Papst Johannes Paul II., Gründer der Diözese
Varaždin, und Marko Culej, ihr erster Bischof, befinden. Neben
den Handgriffen sind auch ihre Bischofswahlsprüche zu lesen. |
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Der
bekannte kroatische und kajkawische Schriftsteller, der Jesuit
Pater Juraj Habdeliæ, hat in seinem Werk Zercalo Marijansko
(Marienbild), herausgegeben in Graz 1662, über die Kirche Mariä
Himmelfahrt von Varaždin geschrieben: Sie hat kein Gegenstück
im slawonischen Königreich, außer den Dom in Zagreb. |
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Messe
in der Dom: |
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Montag - Samstag: 7.30, 9.00, 18.00 (19.00) |
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Sonntag und Feiertag: 7.30, 9.00, 11.00, 18.00 (19.00) |
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